Information

Bungalowpark "Tulp en Zee" vom 26.08.- 02.09.2011

Reiseziel: Bungalowpark "Tulp en Zee"; Noordwijk, Niederlande
Navi: Niederlande, Noordwijk Zuid, Randweg 10
Buchungsmöglichkeit im Internet: belvilla.de

Live-Cam vom Strand:
Camera Image

Tag 1 - Abreise, Ankunft und Situation vor Ort

Am Freitag, den 26. August 2011 sind wir in der Mittagszeit gestartet. Die erste Herausforderung des Tages war, der Dame von der Navigation zu erläutern, wo wir denn gerne hin wollen: Noordwijk, Randweg 10 in den Niederlanden. Eigentlich ganz einfach, könnte man(n) meinen. Tatsächlich aber gibt es mehrere Teile von Noordwijk, die die Dame in ihrer Datenbank strikt getrennt voneinander verwaltet. Wir konnten uns schließlich auf "Noordwijk Zuid" einigen und damit auch den Strassennamen eindeutig auffinden.

Für den Rest der Reise gab sich die Dame dann alle Mühe uns gut ans Ziel zu bringen. Direkt nach der Abfahrt verkündete sie bereits:"die Route wird aufgrund aktueller Verkehrsinformationen neu berechnet". Na dann, Hauptsache das Ziel ändert sich dewegen nicht.

Zweieinhalb Stunden und einen Mc Donalds-Stop später sind wir tatsächlich ohne jeden Stau direkt und ohne Umwege an der Zieladresse angekommen. Da wir via Internet gebucht hatten, verlief der CheckIn ohne weitere Probleme. Überrascht war ich lediglich von den weiteren 80 EUR Gebühr für Kurtaxe und diversem Kleinkram. Internet ist ebenfalls verfügbar - für weitere 15,-EUR pro Woche (für die Technikfreaks: der Zugang erfolg via offenem WLAN und Proxy. Sobald man sich mit einem Gerät über den Browser angemeldet hat, funktioniert dieses innerhalb der Proxy-Session sowohl via Windows/Linux oder Android, vermutlich sogar mit einem Apple ;-). Leider scheint die Bandbreite für alle Teilnehmer des Parks eher dünn gesät zu sein, was gelegentich zu erheblichen Bandbreitenschwankungen führt. Aber das Surfen sollte sich ja möglichst eh auf dem Wasser abspielen, nicht im Bungalow...

Die Häuschen selbst waren dann wie auf den Internetseiten beschrieben. Modern ausgestattet, mit allem, was man für den Tagesbedarf so braucht. Dazu zählt eine voll ausgestattete Küche mit Spülmaschine und Gasherd genauso wie Kaffeemaschine und Wasserkocher. Besteck ist für 6 Personen ebenfalls vorhanden. Zur Begrüßung durften wir die Spülmaschine dann direkt ausräumen. Damit war dann auch klar, das Geschirr ist frisch gespült und muss nicht erst von uns gereinigt werden.

Verbrauchsgüter sollten ggf von daheim mitgebracht werden (z.B. Gewürze, Tabs für die Spülmaschine  [vom Park aus werden 2 Tabs bereitgestellt], Kaffee, Filtertüten Größe 4, Butter, Brot, etc). Natürlich kann man diese auch in einem nahegelegenen Supermarkt kaufen. Dieser hat an Werktagen bis 20:00Uhr geöffnet, Freitags sogar bis 21:00Uhr.

Die Größe der Häuser ist zwar lt Prospekt für bis zu sechs Personen ausgelegt, jedoch ist bequemes Wohnen dann nicht mehr gut möglich, weil es nach unserem Empfinden dann zu eng wird. Eine Familie mit zwei Kindern findet aber genügend Platz.

Wer mit dem Hund anreist, findet hier eine gute Möglichkeit für den Auslauf. Der Wald zwischen dem Bungalowpark und dem Strand ist recht groß und Hunde dürfen nach Auskunft der Parkverwaltung dort frei laufen. Auch der Hundestrand ist lediglich 1,2km entfernt und durch den Wald schnell zu erreichen (wo sich der Hund ggf vorher schon erleichtern kann. Begünstigt wird dies durch die aufgestellten Behälter mit Tüten für die Hinterlassenschaft, die man sich als guter Hundehalter direkt in die Taschen steckt, um für den Eventualfall gerüstet zu sein.)

Unser Hund hatte noch am gleichen Abend viel Spass, als er zum ersten Mal in seinem Leben einen richtigen Strand erblickte, wo er sich richtig austoben konnte. Wie die Bilder zeigen, hat er davon auch sofort Gebrauch gemacht:

Bungalow   Bungalow   Kerstin & Pineto   Waldweg zum Strand   Zuweg zum Strand mit zweispurigem Radweg   Zuweg zum Strand mit zweispurigem Radweg   Spass und Spiel am Strand   Strand in Noordwijk   Pineto hat Spass im Wald  

Tag 2 - Pineto ist früh wach

Nachdem unser Hund seine erste Erfahrung mit Nordseewasser am Vorabend gemacht hat (und scheinbar glaubte, jeder nächste Schluck ist bestimmt weniger salzig, wenn man nur die richtige Stelle erwischt), musste er in der Ferienwohnung irgendwie den Salinineneffekt wieder loswerden. Dazu wurden geschätzte 2-3 Liter Wasser in Bestzeit in sich hineingeschlabbert. Übernacht entwickelten diese Wassermassen dann eine gewisse Eigendynamik, die den Hund gegen 5 Uhr in der Früh deutlich unruhig werden ließen. Um die Versicherung gegen Wasserschäden durch Sturzbäche nicht in Anspruch nehmen zu müssen, kam Kerstin der deutlichen Aufforderung zu einem spontanen Gassigang schnell nach.



Kaum waren die Beiden erleichtert wieder im Haus, musste sich Petrus scheinbar auch erleichtern. Mit heftigem Prasseln schossen die Wassermassen auf das Dach des kleinen Häuschens und es war klar: Sonnenbaden fällt heute wohl aus.

Immerhin war der Himmel gegen Mittag dann gnädig. Wir konnten drei Stunden mit dem Hund durch Wald und am Strand spazieren gehen. Zwar haben wir einige kurze Schauer abbekommen, die waren aber kein Grund, die Tour abzubrechen.

Den späten Nachmittag nutzen Kerstin und ich dann für einen kurzen Gang durch das Städtchen von Noordwijk, entlang der dortigen Strandpromenade. Natürlich nicht, ohne leckere Fischbrötchen in uns hinein zu stopfen.
Zugang zum Hundestrand   Blick über die Dünen   Blick über die Dünen Richtung Süden   Die Dünenwege als Dorado für Wanderer, Jogger und Mountainbiker   Zugang zum Beach-Club von der Strandpromenade Noordwijk   Uns klein Häuschen  

Tag 3 - Es regnet

Leider hatte die Wettervorhersage mal wieder recht. Der gesamte Vormittag war komplett verregnet und auch mit wetterfester Kleidung nicht wirklich draußen zu gestalten. Bis gegen 13:00Uhr haben wir uns daher mit Frühstücksfernsehen und Internetsurfen vergnügt. Der Hund hatte sich bereits wunde Stellen gelegen und wir uns Schwielen an den Allerwertesten gesessen. Also: raus. Wetter wird schon werden...

Am Strand angekommen, konnten wir unseren Hund wieder kaum bändigen. Immer, wenn er hier ankommt, gibt es kein Halten mehr und er muss einfach losrennen und sich in die Brandung stürzen.

Jedoch war er nicht der Einzige, der den Wind und die Brandung ausnutzen wollte. Einige Kitesurfer waren auch dort und ließen sich mit den Naturgewalten ein. Dabei schwebten sie auch gerne mal einige Meter über der Wasseroberfläche:



Tag 4 - Vor der Düne ist nicht hinter der Düne

Der Tag begann wie der Vortag, nur das Wetter war noch schlechter geworden. Aus Sturm und Regen wurde nun Sturm, Regen und Kälte. Ganze 13 Grad konnte das Thermometer im Auto noch bieten. Nein, so hatten wir uns den Aufenthalt nicht vorgestellt. Aber wir sind nun mal nicht am Äquator, sondern an der holländischen Nordsee und da muss man eben mit jedem Wetter rechnen, auch im August.

Was nutzt alles Wehklagen, wenn der Hund dringend mal muss. Also schwangen wir uns in die dicken Fleecepullis, Jacke mit Kaputze drüber und los.

Der Weg durch den Wald führte uns diesmal am örtlichen Golfclub vorbei. Wer hier bei diesem Wetter Bälle schlagen wollte, hätte diese garantiert im Nirvana wiedergefunden. Der Wind war extrem stark und kein Ball wäre auch nur annähernd berechenbar gewesen.

Doch das war vor der Düne. Als wir den Aufgang zum Strand hochgeklettert waren und so gerade über den Dünenwipfel schauen konnten, lernten wir, was Wind an der See wirklich ist. Der Wind war so stark, dass wir uns am Strand nur schwer auf den Beinen halten konnten. Auch peitschte uns nunmehr heftiger Regen ins Gesicht und wir beschlossen nach wenigen Minuten den Heimweg anzutreten. Etwas schlecht gelaunt vom ollen Wetter kraxelten wir nun den Übergang wieder hoch. Kaum dass wir diesen überwunden hatten, hörte der Wind schlagartig auf und der Regen ebenfalls. Bemerkenswert dachte ich, vor der Düne ist nicht hinter der Düne. Wieder etwas gelernt.

Zum späten Nachmittag kam dann tatsächlich noch die Sonne raus. Wir waren nach Noordwijk-Stadt an den Strand gefahren und haben dort mit Pineto Stöckchen ins Wasser geworfen. Er fand das super und war wieder kaum aus dem Wasser herauszubekommen. Eingeschlammt und versandet sind wir dann wieder in unserem kleinen Häuschen angekomen.

Nach einem abschließenden Gassigang am Abend haben wir den Tag beschlossen.

Dünengras am Aufgang zum Strand   Hm, welcher war denn jetzt meiner?   Golfplatz und Clubhaus in Noordwijkerhout  


Tag 5 - Vorzeitige Abreise

Es ist nun mittlerweile Dienstag Morgen und das Wetter hat sich nur wenig beruhigt. Der Sturm hat sich gelegt, doch es ist weiterhin regenerisch und kalt. Da wir mittlerweile beide keinen Lust mehr auf dicke Klamotten im August haben, beschließen wir kurzerhand den Heimweg anzutreten.

Um für die Fahrt gerüstet zu sein, darf der Hund natürlich noch mal zu seinem Recht kommen. Wir verbinden dies mit einem Spaziergang zum Strand, der unerwartet viel Spass bereitet. Kerstin hatte aus dem Wald ein Stöckchen mitgenommen, dass wir immer wieder in die Brandung geworfen haben. Pineto entwickelte beim Herausfischen des Stöckchens aus dem Wasser einen solchen Ehrgeiz, dass er seine Scheu vor den Wellen zusehens verlor. Für uns ein toller Anblick. Zumal er dabei nie draufgängerisch, sondern immer abschätzend in die Fluten tobte.



Zwischendurch kamen noch zwei Spaziergänger mit drei Hunden an uns vorbei. Nach kurzen beschnuppern hatten die Hunde Pineto mit in ihre Gruppe aufgenommen und alle vier tobten über den Strand.

Vom Spaziergang zurück erfolgte auch bald die Übergabe der Schlüssel, die ohne jede Kontrolle des Bunglows durch den Parkverwalter erfolgte. Anschließend ging es dann direkt auf die Autobahn. Zum Glück sind wir ohne Probleme und Staus wieder daheim gelandet.

Auch wenn das Wetter leider nicht mitgespielt hat, bleiben doch die Erinnerungen an einige schöne Tage und tolle Erlebnisse mit dem Hund am Strand.